„Gemeinsam sind wir stark!“ Dieser Gedanke kam mir zum diesjährigen Weltfrauentag – dem Internationalen Frauentag, der ursprünglich von der Sozialistin Clara Zetkin im August 1910 initiiert wurde. Stichtag war der 19. März 1911, an dem zum ersten Mal offiziell Rechte für Frauen eingefordert wurden, wie z.B. das Recht, wählen zu dürfen.

111 Jahre später findet der Weltfrauentag 2022 unter dem Motto „Der Wandel ist weiblich“ statt. Ein starkes Motto, das schon seit einigen Monaten nicht nur auf der politischen Bühne sichtbar ist. Das Inkrafttreten der Frauenquote im vergangenen Jahr hat hierbei sicher einiges bewirkt. Sicher ist aber auch, dass es nach wie vor viel zu tun gibt, obwohl sich in puncto Gleichstellung und Gleichberechtigung einiges bewegt.

Frauen und ihre Rechte

Wir leben hier in einer Gesellschaft, in der seit Jahrhunderten nur die Männer das Sagen hatten. Klar ist, Rollenbilder und Klischees lassen sich nicht schnell verändern. Sie sind ein Teil unserer gesellschaftlichen Konventionen und bieten auch Orientierung. Deshalb können wir alle froh sein, dass sich seit 1911 Grundlegendes verändert hat.

Wählen dürfen Frauen seit 1918. Umso erstaunlicher, dass Frauen bis 1958 ihre Ehemänner um Erlaubnis bitten mussten, wenn sie den Führerschein machen wollten. Und geradezu erschreckend, dass in Westdeutschland noch bis 1977 eine Frau nur arbeiten gehen durfte, wenn es „mit ihren Pflichten in Ehe und Familie vereinbar“ war. 1977 – fast 60 Jahre nach Beginn des Wahlrechtes für Frauen!

Dies alles macht noch einmal bewusst, was damals los war und wogegen Frauen seit 1911 aktiv vorgingen. Das kann man sich heute nur noch schwer vorstellen. Und Gott sei Dank ist vieles von dem, wofür unsere Mütter noch hart kämpfen mußten, mittlerweile selbstverständlich.

Dass in unserer Zeit überhaupt ein Gesetz zur Gleichstellung von Mann und Frau notwendig war, und in Form der „Frauenquote“ umgesetzt werden muß, spricht allerdings für sich. Wie gesagt, gesellschaftliche Veränderungen vollziehen sich nur sehr langsam.

Rollenbilder und Klischees

Im gesamten Themenkreis um Rechte, Selbstbestimmung und Unabhängigkeit haben vor allem Rollenbilder und Klischees eine besondere Bedeutung. Sie sind sehr tief im Denken verwurzelt, und beeinflussen unbewusst viele Sichtweisen und Bewertungen. Aber es findet spürbar ein Umdenken statt.

Die Gesellschaft wird sich zunehmend darüber bewusst, dass das Thema Rollenverständnis Frauen wie Männer betrifft. Lange ging es nur um Frauen und ihre Rechte. Nicht zuletzt auch ihre Bedürfnisse. Dass auch die Männer vielleicht ganz andere Vorstellungen vom gängigen Rollenverhalten haben und ihre Bedürfnisse möglicherweise auch nicht den allgemeinen Konventionen der Gesellschaft entsprechen, wurde erstmal gar nicht beachtet. Mit Sicherheit aber haben auch Männer unter eingeübten und aufgedrückten Rollenverhalten zu leiden.

Es geht nicht um Frau gegen Mann

Insofern: es ist an der Zeit, aktiv an den gesellschaftlichen Veränderungen mitzuwirken. Es ist Zeit für das „Gemeinsam sind wir stark“. Wir alle – w/m/d – sollten uns endgültig von alten Rollenbildern und Klischees verabschieden. Wir sollten endlich anfangen uns frei zu fühlen, wenn es um Entscheidungen der Lebensführung, der Berufsausübung, der Vereinbarkeit von Familie und Karriere und vielem Weiteren geht. Denn im Fokus sollte Zufriedenheit und nicht die Erfüllung von (vermeintlichen) Erwartungen stehen.

Wenn Sie einmal im Freundeskreis herumfragen, werden Sie bestimmt feststellen, dass die Meisten der Überzeugung sind, hier schon recht frei und ungebunden zu sein. Doch althergebrachte Verhaltensnormen und besonders die Glaubenssätze sind hartnäckig und treiben im Verborgenen ihr Unwesen. In diesem Feld bewege ich mich unter Anderem, wenn ich mit meinen Klient:innen an ihrem Selbstvertrauen, ihrer Durchsetzungsfähigkeit und nicht zuletzt auch an ihrer Stimme arbeite.

Mein Schwerpunkt „Voice Coaching für Frauen“ beinhaltet natürlich, dass ich vorrangig mit Frauen und ihren Problemen und Herausforderungen beschäftigt bin. Unterstützung erfahren die Frauen sowohl auf privater, als auch auf beruflicher Ebene. Dabei ist mir wichtig, dass es auch im beruflichen Zusammenhang eben nicht um „Frau gegen Mann“ geht.

Coaching für Wandel mit Weiblichkeit

Eins der Ziele ist, die eigenen Stärken, die eigenen Kräfte und Energien zu entdecken. Damit Frauen sich mit ihren spezifischen Kräften an ihre Aufgaben machen, sich ihren Herausforderungen stellen und auf weibliche Art Konflikte lösen. Trotz aller Emanzipation: ich muß immer wieder schmunzeln, wenn ich sehe, wie tief verwurzelt „frauentypische“ Verhaltensweisen noch sind. Plötzlich steht das kleine Mädchen im Zickenmodus da, statt der gestandenen Frau.

Selbstvertrauen, klare Körpersprache und eine gefestigte Stimme sind von essenziellem Wert. Nicht „männliche“ Verhaltensweisen im Kostüm. Das ist leider immer noch – und immer wieder – das große Mißverständnis. Und es ist so kontraproduktiv.

Gemeinsam sind wir stark

Mit meinem Stimmtraining für Frauen möchte ich auf meine Art einen Beitrag leisten zur Gleichberechtigung und zum „Gemeinsam sind wir stark“. Denn es werden Frauen und weibliche Kräfte gebraucht. Als Ergänzung zur männlichen Struktur und maskulinen Kraft. Nicht als Konkurrenz. Solange wir das denken, bleiben wir genau da stecken wo wir jetzt sind. Es wird sich im Kern nichts ändern. (Selbstverständlich sind hier auch alle die mit einbezogen, die sich nicht dem binären System zuordnen.) „Der Wandel ist weiblich“ bedeutet für mich persönlich: gemeinsam sind wir stark!

Wenn Sie Interresse an meinem Coaching für Frauen haben, finden Sie meine Voice Coaching Praxis in Köln unter folgenden Kontaktdaten. Weitere Informationen zu Konzept und Inhalten meines Frauen-Stimmtrainings finden Sie auf der gleichnamigen Webseite.

Ich würde mich freuen, mit Ihnen zu arbeiten.

 

Herzlichst,

Ihre

Birgitta Maria Schaub

   

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